Herbert Bauerschmidt

Herbert Bauerschmidt

* 01.04.1928
† 08.03.2015
Erstellt von Nordbayerischer Kurier
Angelegt am 13.03.2015
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Herbert Bauerschmidt

17.03.2015 um 09:59 Uhr von Lars

 

Herbert Bauerschmidt, Träger der Kulmbacher Stadtmedaille, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Lange Jahre gehörte er der Geschäftsführung der Firma Ireks an und begleitete ihren Aufstieg zum internationalen Backmittelhersteller. Im Jahr 1953 trat der promovierte Diplom-Volkswirt in das Unternehmen ein. Es folgte eine beispielhafte Karriere. Nach verschiedenen Führungsfunktionen im Hause wurde er 1967 Mitglied der Geschäftsleitung. Er leitete die damals eigenständige Tochtergesellschaft Deutsche Arkady GmbH. Nach der Fusion mit dem Mutterhaus Ireks GmbH war er ab 1978 für die gesamte Backzutatensparte der Ireks-Gruppe verantwortlich.

 

 

1993 wechselte er nach Erreichen der Altersgrenze in die Aufsichtsgremien der Gesellschaft, wo er bis zu seinem Lebensende deren Geschicke begleitete. Die kontinuierliche Aufwärtsentwicklung der Ireks-Gruppe prägte er über 25 Jahre an der Unternehmensspitze bis in die jüngste Zeit mit seinem überragenden Wissen, Können und unermüdlichen Einsatz. Auch außerhalb des Unternehmens fand sein Wirken in der Branche hohe Anerkennung. So gehörte er ab 1977 dem Vorstand des Backzutatenverbands Berlin/Wien an. Er war dessen Vorsitzender von 1988 bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst. Auf kommunaler Ebene wurde sein vorbildlicher Einsatz für den Wirtschaftsstandort mit der Stadtmedaille von Kulmbach gewürdigt. Bauerschmidt gehörte dem Rotary Club Kulmbach an und war in der Periode 1978/79 dessen Präsident. Für seine Verdienste erhielt er den Paul-Harris-Fellow-Titel, die höchste Auszeichnung des weltweit gemeinnützig wirkenden Service-Clubs.

 

 

Überdies hat sein gemeinnütziges Wirken in einer Stiftung Ausdruck gefunden. Herbert Bauerschmidt gründete diese mit seinem mittlerweile ebenfalls verstorbenen Bruder in seinem achtzigsten Lebensjahr. Sie soll jungen und begabten Menschen den Start ins Berufsleben finanziell erleichtern. Zu Ehren der Mutter der Brüder trägt sie den Namen Lina-Bauerschmidt-Stiftung.

 

 

Es entspricht dem Wunsch des Verstorbenen, von einer Trauerfeier abzusehen. Wie die Ireks mitteilt, werden die früheren Wegbegleiter, aber auch die heute Verantwortlichen, die liebenswerte Persönlichkeit des Verstorbenen in dankbarer Erinnerung behalten.

 

Nordbayerischer Kurier

vom 13.03.2015